Das Schwertfisch-Körper-Konzept

Das Schwertfischkonzept wurde an der Universität Kassel in der Forschungsgruppe Körper und Gesundheit Prof. Dr. Immler entwickelt. Es ist wissenschaftlich anerkannt und wird von der Deutschen Gesellschaft für Diabetes Stiftung (DDS) empfohlen. Es hat außerdem im Jahr 2006 einen deutschen Präventionspreis vom Bundesministerium für Gesundheit erhalten. 

 

Erklärung und Lösung Ihres Körperproblems anhand der Schwertfischkontur

Keine Angst, Sie müssen keinen Schwertfisch essen. Aber der Schwertfisch hat rein zufällig genau die Kontur, die Sie erstens verstehen läßt, worin Ihr Körperproblem besteht, und zweitens aufzeigt, wie Sie es lösen können. In der Kontur des Schwertfisches kommt auf geradezu wunderbare Weise der elementare Zusammenhang von Bewegung, Ernährung und Körperbewußtsein zum Ausdruck, und Sie können mit verblüffender Genauigkeit erkennen, in welcher Situation Sie sich befinden und was Sie zu tun haben.

Vorgehen: Sie können mit den Vorwärts-/Rückwärts-Tasten durch die Themenbereiche gehen oder direkt auf die Begriffe klicken und über die Hauptnavigation "Konzept" zurück.

    Energieüberschuss
 
       
       
   Ernährung    
Entstehung des Schwertfischs    Körperbewusstsein   Strategie 
   
   Bewegung    
       
       

Entstehung des Schwertfisches

Irgendwann in den 50er Jahren ist es passiert. Die Ernährung nahm zu und wurde besser, die Leistungen der Landwirtschaft stiegen. Erstmals sprach man von der "Fresswelle". Die tägliche Kalorienzahl stieg in bis dahin ungeahnte Höhen. Lange Zeit unbemerkt blieb eine andere, nicht weniger wichtige Entwicklung. Durch Maschineneinsatz in der Industrie und durch eine enorme technische Mobilisierung der Gesellschaft nahm der Energieverbrauch durch Bewegung und Arbeit rasant ab. Im Jahr 2000 zeigt sich der tägliche Arbeits- bzw. Bewegungsumsatz etwa halbiert. Betrachtet man beide Entwicklungen zusammen, dann erkennt man ein ständiges Ansteigen des täglichen Energieüberschuss (TÜ). Das Bild des Fischkörpers entsteht.

 

Bewegung und Energiehaushalt

Das Bild zeigt die Bewegungskomponente. In jüngeren Jahren hat Ihr Körper noch ausreichend Bewegung gehabt (Punkt A). Dann aber haben Sie sich mit der Zeit weniger bewegt. Der durch Bewegung ausgelöste Energieumsatz fällt und unterschreitet die physiologische Mindestbewegung. Sie haben ab jetzt Mangelbewegung und schädigen Ihren Körper und seine physiologischen Potentiale. Der Muskelapparat wird kleiner und schwach, die Organe sind unterversorgt. Sie haben nicht mehr genügend Beweglichkeit, Ausdauer und Kraft. Der Stoffwechsel funktioniert nicht mehr richtig und Ihre Organe werden krank. Dies gilt heute schon für die Mehrheit der Bevölkerung. Heute befinden Sie sich am Tiefpunkt und es soll wieder besser werden (Punkt B). Sie nehmen sich vor, sich wieder so viel zu bewegen, dass Ihr Körper seine guten Dienste zufriedenstellend erfüllen kann. Ich nenne diesen Punkt das physiologische Optimum (Punkt C). In diesem Punkt hat Ihr Körper hinsichtlich der Bewegung langfristig optimale Bedingungen: Sie tun genügend, aber Sie überfordern ihn nicht. Jetzt kommt es nur noch darauf an, dieses Bewegungsoptimum für eine lange Zeit, im Grunde für das ganze Leben, zu halten.

 

Ernährung und Energiehaushalt

Dieses Bild zeigt die Ernährungskomponente. In jungen und jüngeren Jahren hatten Sie noch kein Problem mit Überernährung und Übergewicht (Punkt A). Allerdings gilt das heute nicht mehr so allgemein. Bis zu 20 % der Kinder und Jugendlichen weisen Übergewicht auf. Bei den meisten Menschen verläuft die Ernährungskurve heute riskant. Nahrungsaufnahme und Energieverbrauch geraten aus dem Gleichgewicht. Irgendwann nehmen Sie mehr an Nahrungsenergie auf als physiologisch erforderlich ist. Sie leben mit einem nahrungsbedingten Energieüberschuss. In diesem Zustand befindet sich heute weit über die Hälfte der Bevölkerung, noch gar nicht zu sprechen von der Qualität der Ernährung. Heute befinden Sie sich dann am Punkt B der Kurve und nehmen sich vor, vernünftiger zu essen und Ihr Körpergewicht in die Balance zu bringen. Sie möchten gern in relativ kurzer Zeit wieder Ihr Normalgewicht erreichen. Das ernährungsbedingte physiologische Optimum liegt im Punkt C. Wenn Sie es erreicht haben, gilt es nur noch, die Zufuhr von Nahrungsenergie und das Gewicht zu halten und langfristig zu stabilisieren. Hier befindet sich der Organismus in der Balance.

 


 

Mehr Körperbewusstsein

 Ihnen wird schlagartig sehr viel über Ihren Körper bewusst, wenn Sie das Bewegungsbild und das Ernährungsbild zusammenlegen und sich somit ein "Bild" über den Energiehaushalt Ihres Körpers machen. Die Energiebilanz zeigt einen Schwertfisch. Sie stehen in Ihrer jetzigen Situation, d.h. jetzt und heute, auf der "roten Linie". Sie können drei Entwicklungsphasen Ihres Schwertfisches genau unterscheiden:
Phase 1 ist die Strecke A bis B, d.h.es ist Ihr Blick in die zurückliegende Geschichte Ihres Körpers. Sie können genau erkennen, was war und welche Fehler Sie gemacht haben.
Phase 2 ist die Strecke B bis C. Es sind die 3 bis 6 Monate, die unmittelbar vor Ihnen liegen. Für diese eher kurze Zeit haben Sie sich vorgenommen, Ihren Körper in Balance zu bringen.
Phase 3 ist die Strecke nach dem C, d. h. das Schwert des Schwertfisches. Es sind die vielen Jahre des körperlichen Glücks, wenn es Ihnen gelingt, die erreichte Körperbalance aktiv und bewusst zu erhalten.


Wie sieht die Schwertfisch-Skizze Ihres Körpers aus? Testen Sie!

Strategien für die nächsten Monate

Hier geht es um Ihre Strategie. Sie sollten Ihre Situation analysieren und die richtigen Konsequenzen ziehen.

1. Bestandsaufnahme: Was haben Sie in der Vergangenheit falsch gemacht? Was ist schiefgelaufen? Wie kam es zum TÜ (Täglicher Energieüberschuss)?
2. Wie können Sie in 3 - 6 Monaten den Bewegungsmangel beseitigen und den Energieumsatz erhöhen?
3. Wie können Sie in 3 - 6 Monaten die überschüssige Nahrungsenergie reduzieren?
4. TÜ: Der Tägliche Energieüberschuss und sein Abbau auf Null.
5. Hurra! Die Körperbalance ist erreicht und der Tanz auf dem Schwert beginnt. 

Die gesamte Strategie der ersten Monate ist darauf gerichtet, Bewegen, Ernähren und körperliches Fühlen und Denken zusammenzubringen und in Handlungen umzusetzen. Hier ein kurzer Abriss, worauf Sie sich in den nächsten Tagen und Wochen freuen können!


1. Woche1. Gesundheitscheck und 1. Fitness-Test, Bewegungs- und Ernährungs-Sofort-Programm, Beistand, Rat und Hilfe, viel Spaß und Gleichgesinnte.
1. Monat 1. Aktionstage, physiologisches Optimum kennenlernen, GSO-Plus!Aktion, GSO-First-Strategie, individuelles Bewegungsprogramm und Ernährungsprogramm, Top-Tipps, Beistand, Rat und Hilfe, viel Spaß und Gleichgesinnte.
2. Monat 2. Aktionstage, 2. Gesundheitscheck und 2. Fitness-Test, individuelles Bewegungs-programm und Ernährungsprogramm, Top-Tipps, Beistand, Rat und Hilfe, viel Spaß und Gleichgesinnte.
3. Monat 3. Aktionstage, 3. Gesundheitscheck und 3. Fitness-Test, individuelles Bewegungsprogramm und Ernährungsprogramm, Top-Tipps , Beistand, Rat und Hilfe beim Aufbau des persönlichen Netzwerkes zur Körperbalance, viel Spaß und Gleichgesinnte.
 
Energieüberschuss

Für Ihr Körpergewicht, Ihren Energiehaushalt und Ihre Gesundheit sind zwei Faktoren entscheidend: der Input und der Output an Energie. Den Input können Sie wesentlich durch die Ernährung und Ihr Essverhalten beeinflussen. Den Output bzw. den Verbrauch an Energie wiederum steuern Sie fast ausschließlich durch körperliche Arbeit bzw. Bewegung. Wenn Sie also einen TÜ = 0 (Täglicher Energieüberschuss) und somit eine ausgeglichene Energiebilanz erreichen wollen, brauchen Sie eigentlich nur in der richtigen Weise an Ihrer Ernährungsschraube und an Ihrer Bewegungsschraube zu drehen. So einfach ist die Lösung aber nicht, weil genetische Probleme und tief eingefahrene Verhaltensstrukturen ihr entgegenstehen. Sie müssen, um Erfolg zu haben, unbedingt die physiologischen und psychologischen Gesetze einhalten, unter denen alleine eine ausgeglichene Energiebilanz unter den Bedingungen der modernen Lebensweise mit Ihrem Überangebot an preiswerten Nahrungsmitteln und Ihrer Unterforderung des muskulären Apparates möglich ist.

Diese Gesetze sind:

1. Input–Gesetz: Essen Sie nicht weniger, sondern mehr, aber anders!
2. Input–Gesetz: Klasse statt Masse macht Lust statt Frust.
3. Input–Gesetz: Mehr Zeit für´s Essen und Trinken.
   
1. Output–Gesetz: Weniger körperliche Arbeit, dafür mehr Bewegung.
2. Output–Gesetz: Oft leicht ist besser als selten schwer.
3. Output–Gesetz: Machen Sie, was Ihre Gene verlangen.

1. Input–Gesetz: Essen Sie nicht weniger, sondern mehr, aber anders!

Wer einfach weniger isst um abzunehmen, hält das in der Regel nicht lange durch. Unser Körper benötigt ein ausgewogenes Verhältnis an Nährstoffen. Wer sie ihm vorenthält, erreicht am Ende eher das Gegenteil. Hier weist die GSO-first-Strategie den richtigen Weg: Meiden Sie allzu fette Lebensmittel und greifen Sie beherzt zu viel, viel mehr Gemüse, Salat und Obst. So sichern Sie den physiologischen Nährstoffbedarf und senken gleichzeitig die Energiezufuhr.

2. Input–Gesetz: Klasse statt Masse macht Lust statt Frust.

Wer für sein Auto Superbenzin benötigt, wird kein Schmieröl tanken. Frustrieren Sie also Ihren Körper nicht mit Junkfood! Satteln Sie um von Quantität auf Qualität und erfreuen Sie ihn mit hochwertigen Lebensmitteln. Ihr Körper macht gerne mit, denn eigentlich will er mit Gutem verwöhnt werden. Wenn Sie ihm das vorenthalten, rebelliert er früher oder später. Befriedigen Sie also die anspruchsvollen Triebe und Begierden mit guten Nahrungsmitteln!

3. Input–Gesetz: Mehr Zeit für´s Essen und Trinken.

Die Quick-und-weg-Produkte der modernen Lebensmittelindustrie verleiten Sie dazu, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel und möglichst preiswertes Essen zu verzehren. Aber je weniger Zeit und je weniger Aufmerksamkeit Sie Ihrer Nahrungsaufnahme widmen, desto mehr denkt Ihr Körper ans Essen. Im schlimmsten Fall holt sich Ihr Körper die scheinbar eingesparte Zeit zurück, indem er Sie später ans Krankenbett fesselt. Widmen Sie dem Essen daher mehr Zeit und mehr Aufmerksamkeit. Statt Schneller–Mehr–Billiger heißt die Devise: Mehr Zeit für besseres Essen.

1. Output–Gesetz: Weniger körperliche Arbeit, dafür mehr Bewegung.

Der Körper benötigt ein Minimum an Bewegung, um nicht krank zu werden. Seit 50 Jahren sinkt der Arbeits- und Bewegungsumsatz, und das Minimum ist offensichtlich unterschritten. Wer sich nicht bewegt, wird krank. Natürlich will niemand mehr zurück in die Kohlegruben und auf die Felder. Aber das ist auch gar nicht nötig. Warum transformieren Sie nicht die Last der Arbeitsbewegung in die Lust einer kulturellen Bewegung? Entwickeln Sie Ihre persönliche Bewegungskultur und bleiben Sie fit!

2. Output–Gesetz: Oft leicht ist besser als selten schwer.

Auf der einen Seite werden wir durch die moderne Lebens- und Arbeitswelt gezwungen, uns wenig körperlich anzustrengen. Auf der anderen Seite versuchen wir diese offensichtliche Unterforderung unseres Muskel- und Bewegungsapparates zu kompensieren, indem wir uns kurzfristig voll überfordern. Das kann nicht gut sein und die Bewegungskatastrophe ist vorprogrammiert. Wenn Sie ausreichend Bewegung in Ihr Leben zurückholen wollen, müssen Sie diese in Ihrem Alltag zurückgewinnen. Überall und zu jeder Zeit: Zu Hause, bei der Arbeit, unterwegs, allein, mit Freunden usw. Überall ist Bewegung möglich.

3. Output–Gesetz: Machen Sie, was Ihre Gene verlangen.

Ein Kampf gegen Ihre Gene wäre aussichtslos. Aber was verlangen Ihre Gene? Der Zucker- und Fettstoffwechsel als Antwort auf die Anforderungen der Evolution ist darauf getrimmt, bei guter Fitness sowohl Ausdauer- als auch Höchstleistungen zu vollbringen. Von daher ist es richtig, wenn wir die evolutionäre Bewegung simulieren. Die Forderung klingt eigenartig, ist aber prinzipiell richtig: Durchschreiten Sie täglich die Landschaften Ihres Lebens, fliehen Sie vor jedem Löwen und ringen Sie Hirsch und Wildschwein nieder. Übersetzen Sie diese paläolithische Hausaufgabe in modernes und privates Bewegungsverhalten!